Susanne Melior
Für Brandenburg in Europa.

Gen-Mais stoppen

Das Europäische Parlament hat am 5. April der Entscheidung der EU-Kommission zur Zulassung einer gentechnisch veränderten Maissorte widersprochen. „Verbraucher lehnen gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel ab. Die ständigen Neuzulassungen sind ein Irrweg“, erklärt Susanne Melior.

Der Mais dieser Sorte verbindet fünf verschiedene Genveränderungen, die miteinander kombiniert werden können. Dadurch wird der Genmais resistent gegen das Pflanzenschutzmittel Glyphosat und gegen Käfer- und Mottenbefall. Bei der Bewertung der Sicherheit durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sind jedoch nicht alle möglichen Kombinationen einzeln untersucht worden, sodass unklar ist, ob diese wirklich unbedenklich sind.

„Der Zulassungsprozess für neue gentechnisch veränderte Pflanzen muss überarbeitet werden. Die EU-Kommission hat dazu einen brauchbaren Vorschlag auf den Tisch gelegt, den wir in den kommenden Monaten im Parlament beraten werden", sagt Susanne MELIOR. Außerdem fordert Susanne MELIOR, dass die Mitgliedstaaten Farbe bekennen, wenn es um Genpflanzen geht: „Die Mitgliedstaaten dürfen sich nicht länger wegducken. Deutschland enthält sich im zuständigen Ausschuss im Rat der Europäischen Union regelmäßig der Stimme - so auch in diesem Fall. Das kann so nicht weitergehen. Die deutsche Regierung muss sich entscheiden: Will sie mehr oder weniger gentechnisch veränderte Futtermittel?“

Das Votum des Europaparlaments ist für die EU-Kommission nicht bindend.