Susanne Melior
Für Brandenburg in Europa.

Erkunden Sie invasive Tiere und Pflanzen

Eine neue App soll die Verbreitung gebietsfremder Tiere und Pflanzen in Europa künftig besser erfassen. Per Smartphone können Sie mit eigenen Fotos helfen, die Verbreitungsgebiete dieser Arten zu kartieren.

Als gebietsfremd werden Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen bezeichnet, die durch den Menschen aus ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet auch über natürliche Grenzen wie Gebirge oder Meere hinweg in neue Gebiete gebracht wurden. Derzeit gibt es mehr als 12.000 gebietsfremde Arten in Europa. Viele Arten wurden bewusst importiert, um sie als Haus- oder Nutztiere verfügbar zu machen. So kamen beispielsweise der amerikanischem Nerz, der Waschbär und der Marderhund zunächst als Pelztiere nach Europa. Andere Arten wurden dagegen unbeabsichtigt eingeschleppt, etwa als „blinde Passagiere“ in Güterlieferungen oder im Ballastwasser in den Tanks großer Containerschiffe.

Einige der nach Europa gelangten gebietsfremden Arten werden mit der Zeit invasiv. Sie vermehren sich schnell, da sie in ihrer neuen Umwelt keine natürlichen Feinde haben und in keinem Wettbewerb mit anderen Arten stehen, die ihre Ausbreitung eindämmen könnten. Gebietsfremde invasive Arten zählen zu den größten Gefahren für die Biodiversität. Auch der menschlichen Gesundheit und der Wirtschaft können sie schaden. Schon heute werden die Kosten für die europäische Wirtschaft auf mindestens 12 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Weitere Infos und den Link zum Download der App gibt es hier (auf Englisch). Zusätzliche Informationen auf Deutsch zu diesem Thema finden Sie hier.