Susanne Melior
Für Brandenburg in Europa.

Sauberes Badevergnügen in der EU

© Europäische Union 2017 – EuroparlTV

Mehr Badegewässer als je zuvor haben eine sehr gute Qualität. In Brandenburg erfüllen mit einer Ausnahme alle der überprüften Badestellen die strengsten EU-Qualitätsnormen und verdienen die Beurteilung „ausgezeichnet“.

Über 85 Prozent der im Jahr 2016 überprüften europäischen Badegewässer erreichen ebenfalls dieses Urteil, das heißt sie sind weitgehend frei von Schadstoffen, die die menschliche Gesundheit und die Umwelt belasten könnten. Gemäß dem jährlichen Bericht über die Qualität der Badegewässer erfüllen mehr als 96 Prozent der Badegebiete in der EU, Albanien und der Schweiz die Mindestqualitätsanforderungen gemäß den Vorschriften der EU. In Deutschland wurden 13.500 Proben zur Überprüfung genommen und 2.292 Badestellen untersucht, nur fünf davon erzielten ein mangelhaftes Ergebnis.

Egal ob Sie Ihren Urlaub am Ostseestrand oder an den Seen Brandenburgs verbringen, auf einer interaktiven Karte können Sie hier die Wasserqualität überprüfen, indem Sie einen Ort in die Suchmaske links oben eingeben.

 

 

Wie kommt es zu Verschmutzungen im Wasser?

Fäkale Kontamination von Wasser bildet nach wie vor ein Risiko für die menschliche Gesundheit, insbesondere wenn diese in Badegebieten festgestellt wird. Das Baden an verunreinigten Stränden oder Seen kann zu Erkrankungen führen. Die größten Verschmutzungsquellen sind Abwässer und Wasser von landwirtschaftlichen Betrieben und landwirtschaftlichen Nutzflächen. Diese Verschmutzung nimmt bei schweren Regenfällen und Überschwemmungen aufgrund von überlaufenden Abwasserkanälen und Drainagewasser, das in Flüsse und Seen gespült wird, zu. Alle EU-Mitgliedstaaten sowie Albanien und die Schweiz überwachen ihre Badegebiete gemäß den Bestimmungen der überarbeiteten Badegewässerrichtlinie der EU. In den Rechtsvorschriften ist festgelegt, wann die Qualität von Badegewässern entsprechend der nachgewiesenen Menge von Fäkalbakterien als „ausgezeichnet“, „gut“, „ausreichend“ oder „mangelhaft“ einzustufen ist. In den Fällen, in denen Wasser als „mangelhaft“ eingestuft wird, sollten die Mitgliedstaaten bestimmte Maßnahmen ergreifen, wie beispielsweise ein Badeverbot oder eine Warnung aussprechen, die Öffentlichkeit über das Problem informieren und geeignete Abhilfemaßnahmen einleiten.