Susanne Melior
Für Brandenburg in Europa.

Neujahrsempfang mit Hindernissen

Mit fast 24-stündiger Verspätung, aber gerade noch rechtzeitig, erreichte Susanne Melior am 19. Januar wieder Brandenburg. Sturmtief „Friederike“ machte die Heimreise aus Straßburg diesmal zum Abenteuer.

Der Jahresempfang der Europa-Union Brandenburg ist für Susanne Melior traditionell ein fester Termin im Kalender. Nicht eingeplant war jedoch Sturmtief „Friederike“, das die Europaabgeordnete auf der Rückreise von der monatlichen Plenartagung des Europaparlaments in Frankfurt am Main stranden ließ, wo sie die Nacht verbringen musste. Einen stürmischen Jahresbeginn bescheinigte die Abgeordnete in ihrem Grußwort auch der Europäischen Union. So seien beispielweise weiterhin starke Kräfte in Polen oder Ungarn dabei, „an diesem wunderbaren Gemeinschaftswerk zu reißen“. Immer wieder gebe es deshalb Rufe, diese Mitgliedstaaten finanziell zu bestrafen. Doch Sanktionen dieser Art würden in erster Linie die Menschen und nicht die politisch Verantwortlichen treffen. Aus diesem Grund gelte es, eine Balance zu finden, mahnte Susanne Melior.

Wind von allen Seiten prognostizierte die Europaabgeordnete auch für den Rest des Jahres, bevor sie kurz von der arbeitsreichen ersten Plenarwoche berichtete. Mit dem Gesetzespaket „Saubere Energie“ habe das EU-Parlament wichtige Weichen für die europäische Energiewende gestellt und dabei brandenburgische Interessen nicht aus den Augen verloren. Um eine Quadratur des Kreises handele es sich bei den laufenden Brexit-Verhandlungen, besonders bei den Auswirkungen auf Irland. Das sei auch ein Thema in der Debatte mit dem irischen Premierminister über die Zukunft der EU gewesen. Abschließend kam dann noch die Regierungszukunft in Deutschland zur Sprache, denn schon früh im Aufzug fragten die Kollegen aus anderen EU-Ländern, wann man hierzulande mit der Regierungsbildung endlich zu Potte komme. Als Europaabgeordnete freue sie sich sehr über das „Europa-Kapitel“ bei den Sondierungsverhandlungen, sagte Susanne Melior, und drücke die Daumen für den Sonderparteitag der SPD.