Susanne Melior
Für Brandenburg in Europa.

Kulinarische Botschafter aus Brandenburg

scharfesGELB Geschäftsführer Heiko Tänzer, Susanne Melior, die scharfesGELB Königin und die Senftenberger Weinkönigin

Susanne Melior besuchte am 22. Januar den Brandenburg-Empfang auf der Grünen Woche in Berlin. Als wichtigster Branchentreff der Ernährungs- und Landwirtschaft ist sie auch ein besonderer Termin für Brandenburg.

Mit etwa 3.500 Unternehmen zählt die Ernährungswirtschaft zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen in Brandenburg. Da der Trend weiter in Richtung Regionalität und ökologischem Landbau geht, bestehen Chancen für weiteres Wachstum. Aus gutem Grund beteiligt sich das Land daher mit einer eigenen Halle an der Messe, um die gesamte Produktvielfalt der Branche zu präsentieren.

Zwischen Prignitz und Spree-Neiße werden viele Produkte hergestellt, die zu kulinarischen Botschaftern in der ganzen Welt geworden sind: Gurken aus dem Spreewald, Beelitzer Spargel und Werderaner Ketchup sind nur einige Beispiele. Eine hochprozentige Spezialität ist der Likör der Firma scharfesGELB aus Senftenberg. Obwohl dem Eierlikör der Rezeptur nach sehr ähnlich, darf sich der Likör aus Senftenberg nicht so bezeichnen, denn er enthält Milchprodukte. In Eierlikör dürfen weder Milch noch Sahne enthalten sein, so regelt es die EU-Spirituosenverordnung, die genaue Anforderungen an Qualität und Herstellungsart der Spirituosengattungen in der EU definiert. Doch das kann sich bald ändern. Die EU-Spirituosenverordnung befindet sich aktuell in Überarbeitung. Als Schattenberichterstatterin im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) des Europäischen Parlaments hat Susanne Melior einen Änderungsantrag zur Aufnahme von Milchprodukten zur Geschmacksabrundung im Eierlikör gestellt, dem der Ausschuss am 24. Januar zugestimmt hat. Am 1. März wird die überarbeitete Verordnung im Plenum abgestimmt. Mit etwas Glück darf sich der Likör aus Senftenberg bald wieder als Eierlikör bezeichnen.