Susanne Melior
Für Brandenburg in Europa.

Aber bitte mit Sahne!

© Europäische Union – EP

Das Europaparlament stimmte für die Überarbeitung der Spirituosenverordnung. Darin werden Mindestanforderungen an Spirituosen von Anis bis Wodka in 47 Kategorien definiert, die je nach Produkt zum Beispiel Mindestalkoholgehalt, Zutaten und Angaben zum Herstellungsprozess umfassen.

„Qualität braucht Regeln, und das gilt natürlich auch für das vielfältige Angebot an Spirituosen. Die Änderungen betreffen auch die Produzenten in Brandenburg. Eierlikör darf in Zukunft auch offiziell mit Milch und Sahne verfeinert werden. Bisher war das nicht der Fall, was zu der absurden Situation führte, dass etliche Produzenten ihren Eierlikör nicht so nennen durften, sondern fantasievolle Namen benutzen mussten. Nun gilt auch für Eierlikör: Aber bitte mit Sahne!“, erklärt Susanne Melior, SPD-Europaabgeordnete im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Ein zentraler Punkt der Verordnung ist das neue Register für die geschützten geografischen Angaben. „Die Verbraucherinnen und Verbraucher können sich sicher sein, dass „Schwarzwälder Kirschwasser“ aus dem Schwarzwald und „Scotch Whisky“ aus Schottland kommt. Dafür wird ein Online-Register geschaffen, das öffentlich zugänglich ist. Verbraucher wie auch Hersteller haben dann unkomplizierten Zugriff auf alle relevanten Informationen zu den geografisch geschützten Spirituosen“, so Susanne Melior.

Für 15 Spirituosen wurden zudem Höchstwerte zur Zuckerung festgelegt. Zur Sicherung der hohen Qualitätsstandards wird die Süßung begrenzt werden. „Zucker sollte den Geschmack von Spirituosen nur abrunden ihn aber nicht überlagern und so womöglich eine schlechtere Qualität verdecken“, meint Susanne Melior.

„Das ist ein starkes Mandat vom Parlament. Wir wollen, dass weitere Änderungen der Verordnung möglichst transparent und im ordentlichen Gesetzgebungsverfahren geschehen. Das wird ein hartes Ringen mit dem Rat in den kommenden Verhandlungen“, so Susanne Melior.