Susanne Melior
Für Brandenburg in Europa.

Projekttage zur Flüchtlingskrise

Die 10. Klasse des Kopernikus-Gymnasiums in Blankenfelde nahm am Projekttag die Rolle des Europaparlaments, des Ministerrates und der Kommission ein. Über ihre Erfahrungen sprachen sie mit Susanne Melior.

Die Gesellschaft für Europa- und Kommunalpolitik e. V. (GEKO) führt in Kooperation mit dem Partner Eurosoc#Digital in Schulen das vom ERASMUS+ - Programm geförderte Projekt „EUROPER 2018 - Projekttage zu Entscheidungsprozessen um die Flüchtlingskrise“ durch. Der Themenfokus liegt auf den Ursachen und Auswirkungen der Flüchtlingskrise. In der Simulation eines Entscheidungsprozesses konnten die Schülerinnen und Schüler selbst erleben, mit welchen Herausforderungen die Abstimmung zwischen den drei EU-Institutionen verbunden ist. Denn ihr simuliertes Gesetz, in dem es um die Unterbringung von Asylbewerbern in EU Staaten und den Zugang zum Arbeitsmarkt von Asylbewerbern in EU Staaten gehen sollte, fand keine Zustimmung im Ministerrat der Jugendlichen und scheiterte.

Im Gespräch interessierte die Zehntklässler, wie der Alltag einer Europaabgeordneten aussieht. Susanne Melior berichtete über den Ablauf der Sitzungswochen und wie die Kommunikation unter den Abgeordneten aus allen 28 Mitgliedsstaaten mithilfe von Dolmetschern reibungslos abläuft. Die Europaabgeordnete motivierte die Schülerinnen und Schüler, über Praktika in den europäischen Institutionen oder durch einen Auslandsaufenthalt im ERASMUS+ - Programm Sprachkompetenzen und Erfahrungen in der multinationalen Zusammenarbeit zu sammeln.

Erasmus+ ist das EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport. Im Zentrum steht die Förderung der Mobilität. Studierende können im Ausland studieren oder Praktika machen und Berufsschülerinnen und -schüler sowie Auszubildende erhalten Stipendien, um im Ausland zu lernen, sich fortzubilden oder zu arbeiten. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Fördermöglichkeiten für grenzüberschreitende Begegnungen und Projekte.

Nahezu 100 Prozent der Teilnehmenden in einer Erasmus-Plus-Maßnahme geben unmittelbar ein positives Feedback und glauben, dass ihre Teilnahme ihr weiteres Leben mittelfristig positiv beeinflusst. Daher setzen sich die Sozialdemokraten im Europaparlament dafür ein, dass in Zukunft doppelt so viele junge Menschen mithilfe von Erasmus+ ins Ausland gehen können. Die S&D-Fraktion fordert Aufstockungen für Erasmus+ im mehrjährigen Finanzrahmen. Jeder Euro im Bereich Bildung und Forschung schafft einen eindeutigen Mehrwert für die Zukunft Europas.